Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege

Oberösterreich

Gesellschaft für Landeskunde - OÖ. Musealverein

 

ZEITTAFEL & PROTAGONISTEN

zusammengestellt von Dr. Stefan Traxler

 

1808

FRANZ KURZ äußert im Band 2 seiner "Beiträge zur Geschichte des Landes ob der enns" den Wunsch nach einer "Gesellschaft zur Pflege der vaterländischen Geschichte".

 1833, 10. Februar

Anuschen von ANTON RITTER VON SPAUN an den Präsidenten der Regierung und der oberösterreichischen Landstände, den Grafen ALOYS VON UGARTE, die Erleubnis zur Gründung eines Geschichtsvereines beim Kaiser zu erreichen.

 1833, 19. November

Kaiser FRANZ I. genehmigt die Gründung; vollständiger Name: "Verein des vaterländischen Museums für Oesterreich ob der Enns mit Inbegriff des Herzogthums Salzburg".

 1834, 14. Juli 

Erste Vollversammlung, bereits über 800 Mitglieder.

1835, 18. März

Bestätigung der Vereinsstatuten; der jeweilig Regierungspräsident bzw. Statthalter sowie ein Präses stehen an der Spitze des Vereins.

 1836

Sektion der Sammlung und Bearbeitung der historischen Geschichtsquellen bis 1519: Der Startschuss für das "Urkunden-Buch" (siehe 1852)

 1839, 28. Jänner

Erzherzog FRANZ KARL übernimmt die Schutzherrschaft.

1852

Band 1 des "Urkunden-Buch des Landes ob der Enns" erscheint.

 1869

Neue Vereinsstatuten; an der Spitze steht ein Präsident.

 1873

Beteiligung an der Wiener Weltausstellung.

 1875

Beschluss des OÖ. Landtages und des Gemeinderates von Linz einen namhaften Betrag für den Neubau des Museums zu widmen.

 1884

Baubeginn des neuen Landesmuseums.

 1891/1892

Höhepunkt der politischen Auseinandersetzungen im OÖ. Landtag um den Museumsbeubau und dessen Finanzierung.

 1895, 29. Mai

Eröffnung des Neubaus in der Museumstraße durch Kaiser FRANZ JOSEPH.

 1896

Gründung des Oberösterreichischen Landesarchivs

 1914

Das Musealarchiv mit den Vorarbeiten zum "Urkunden-Buch" Bd. 1 - 9 wird dem OÖ. Landesarchiv übergeben (Verhandlungen seit 1907); der Musealverein stellt damit seine archivalische Tätigkeit ein.

 1920, 5. Mai

Der Landtag beschließt die Übernahme des Museums in das Eigentum des Landes, die Übergabe erfolgt am 27. Oktober 1920; die Wege von Musealverein und Museum (ab diesem Zeitpunkt "Landesmuseum") trennen sich.

 1929

Dr. EDUARD STRAßMAYER veröffentlicht den ersten Band der Bibliographie zur oberösterreichischen Geschichte (Berichtszeit 1891 - 1926). 

 1933

100jähriges Bestehen: Jahrbuch 85, 1933 erscheint als Jubiläums-Festschrift.

 1938

Dem Verein wird zunächst jegliche Tätigkeit untersagt, Präsident Dr. IGNAZ ZIBERMAYR tritt zurück.

 1938 - 1945 

"Museum des Reichsgaus Oberdonau"; "Verein für LAndeskunde und Heimatpflege im Gau Oberdonau". 

 1946, 27. Februar

Der OÖ. Musealverein nimmt seine Tätigkeit unter seinem neuen Präsidenten, Landesarchivdirektor Dr. EDUARD STRAßMAYR und mit neuen Statuten wieder auf.

 1963, 8. Juni

Eröffnung des Schlossmuseums mit Ausnahme des Westtraktes durch Landeshauptmann Dr. HEINRICH GLEISSNER. 

 1966, 24. September

Gesamteröffnung des Schlossmuseums. 

 1969

Mit MARIA PLAKOLM als Schriftführerin zieht die erste Frau in den Vereinsvorstand ein.

1976

Änderung des Vereinsnamens: "Oberösterreichischer Musealverein - Gesellschaft für Landeskunde". 

 1983

150-Jahrfeier mit Festakt im Landestheater mit Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger und Festschrift mit Bilanz über die letzten 50 Jahre landeskundlicher Forschung.

1986

Wiederbelebung der "Landesgalerie" als Forum modernen und zeitgenössischen Kunstschaffens im Land.

1992

Fertigstellung des Biologiezentrums der OÖ. Landesmuseen in Linz/Dornach.

 2002

Änderung des Vereinsnamens: "Gesellschaft für Landeskunde - Oberösterreichischer Musealverein". 

2008

175 Jahre Gesellschaft für Landeskunde - OÖ. Musealverein. Das Sekretariat übersiedelt vom Ursulinenhof an den ursprünglichen Standort des Museums, Promenade 33. Mitgliederzahl: 706.

 2009

Eröffnung des neuen Südtraktes des Linzer Schlossmuseums im Kulturhauptstadtjahr.

 

Protektoren

1839 - 1878 Erzherzog Franz Karl

1879 - 1889 Kronprinz Rudolf

1897 - 1914 Erzherzog Franz Ferdinand

 

Oberste Vorstände

1833 - 1834 Alois Graf Ugarte

1835 - 1836 Rudolf Fürst Kinsky

1836 - 1848 Philipp Freiherr von Skrebensky

1849 - 1851 Dr. Alois Fischer

1851 - 1862 Eduard Freiherr von Bach

1862 - 1866 Franz Freiherr von Spiegelfeld

1867            Eduard Graf Taaffe

1868 - 1869 Karl Graf Hohenwart-Gerlachstein 

 

Präses

1834 - 1855 Johann Ungnad Graf von Weissenwolff

1855 - 1863 Johann Freiherr von Stiebar auf Buttenheim

1863 - 1869 Anton Ferdinand Ritter von Schwabenau

 

Präsidenten

1869 - 1871 Karl Graf Hohenwart-Gerlachstein

1872 - 1875 Karl Fürst von Hohenlohe-Waldenburg

1875 - 1877 Otto Freiherr von Wiedenfeld

1878 - 1879 Rudolf Freiherr von Handel

1880 - 1883 Moritz Ritter von Az

1883 - 1885 Karl Obermüller (Vizepräsident)

1885 - 1889 Dr. Moritz Ritter von Eigner

1889 - 1891 Karl Obermüller (Vizepräsident)

1891 - 1907 Dr. Gandolf Graf von Kuenburg

1907 - 1922 Julius Wimmer

1922 - 1938 Dr. Ignaz Zibermayr

1938 - 1944 Dr. Rudolf Lenk

1946 - 1959 Dr. Eduard Straßmayr

1960 - 1964 Dipl. Ing. Herbert Jandaurek

1964 - 1991 Dr. Kurt Holter

1991 - 1994 Dr. Georg Heilingsetzer

1995 - 2000 Mag. Dr. Georg Wacha

2001 - 2010 Mag. Dr. Gerhard Winkler

Seit 2010     Dr. Georg Spiegelfeld-Schneeburg

 

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