Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege

Oberösterreich

Tag der offenen Grabung | 22. April Weyregg

Seit 10. April läuft die Unterwasser-Ausgrabung im Forschungsprojekt „Zeitensprung“ von Jutta Leskovar (Oberösterreichisches Landesmuseum), welches unter anderem der Vorbereitung der oberösterreichischen Landesausstellung zum Thema „Pfahlbauten“ dient. Grabungsleiter Henrik Pohl und sein Team werden bis 5. Mai die Grabungsarbeiten an der Siedlung Weyregg II im Attersee weiterführen. Am Samstag, 22. April findet als Begleitprogramm der Tag der offenen Grabung statt. Es stehen dabei nicht nur die provisorischen Werkstätten allen Interessierten offen, die Wissenschaftlerinnen werden dabei auch multimedial Einblicke in das Forschen unter Wasser geben.

Ort: Strandbad Weyregg, Jubiläumsallee, 4852 Weyregg am Attersee
Zeit: 22. April 2017, 10.00 bis 18.00 Uhr

Mehr Informationen finden Sie unter www.pfahlbauten.at.

Buchpräsentation

29. März 2017, 10.30 Uhr

Hermann Rafetseder
Zur Geschichte von Gelände und Umfeld der Johannes Kepler Universität Linz, unter besonderer Berücksichtigung der NS-Zeit im Raum Auhof-Dornach. Ein Beitrag zum 50-Jahr-Jubiläum der Johannes Kepler Universität Linz
Das Gelände um Schloss Auhof hat eine bewegte Geschichte: Ende des 17. Jahrhunderts gelangte es in den Besitz der Starhembergs. Nach dem „Anschluss“ konnte der Zugri des NS-Regimes nicht verhindert werden. In der Folge gab es diverse Ideen für die Nutzung des Geländes, die vielfach verworfen wurden. Errichtet wurden jedoch drei Lager in unmittelbarer Schloss-Nähe, die sich zumindest parzellenmäßig mit dem JKU-Gelände deckten. Die größte Überschneidung gab es mit dem „Gemeinschaftslager des Heeres“ auf dem Grund des heutigen Science Parks, in dem neben „normalen“ Arbeitskräften auch ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangene untergebracht wurden. Nach Kriegsende kam es zu einem langjährigen Restitutionsrechtsstreit, der mit einer Rückgabe bzw. Entschädigung endete. Mit dem Bericht von Hermann Rafetseder, einem ausgewiesenen Experten für die Themen NS-Vergangenheit und Zwangsarbeit, liegt erstmals eine ausführliche Studie zur Geschichte des JKU-Geländes vor. Im Zuge ihres 50-Jahr-Jubiläums schließt die JKU damit eine wichtige Lücke.

Programm: Begrüßung durch Rektor Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas
Studienpräsentation und Ausstellungseröffnung mit Dr. Hermann Rafetseder, JKU, Keplergebäude, Halle C. Im Anschluss: Kleiner Imbiss.

Seminar: Was rastet, das rostet?

Zum richtigen Umgang mit Metallobjekten im Museum

Viele museale Sammlungen beinhalten auch Objekte aus Metall. Diese verlangen allerdings eine spezielle Handhabung. Worauf ist beim Umgang mit Metallobjekten zu achten? Wie sind diese zu lagern und zu präsentieren, ohne dass sie Schaden erleiden? Wie sind Schadensbilder zu erkennen? Und ist es ratsam, bei Schäden am Objekt selbst Hand anzulegen? Mag. Susanne Heimel, eine Spezialistin für Metallrestaurierung, erläutert dazu alles Wissenswerte.

Das Seminar Was rastet, das rostet? Zum richtigen Umgang mit Metallobjekten im Museum findet im Rahmen der Seminarreihe Museum plus am Freitag, 31. März 2017 von 14:00 bis 18:00 Uhr beim Verbund Oberösterreichischer Museen, Welser Straße 20, 4060 Leonding, statt. Eine Anmeldung ist bis 24. März 2017 möglich.

Wenn Sie Interesse an diesem Seminar aus der Reihe Museum plus haben, melden Sie sich bitte bei der Akademie für Bildung und Volkskultur an: 

Akademie für Bildung und Volkskultur

Promenade 33, 4020 Linz

Tel.: 0732/773190-12

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.akademiedervolkskultur.at

Ausbildungslehrgänge AVK 2016/2017

Auch heuer starten im Herbst bei der Akademie für Bildung und Volkskultur (AVK) wieder die beiden Ausbildungslehrgänge Museumskustode/-in und Heimatforschung. Der Lehrgang für die Kustodinnen und Kustoden beginnt am Samstag 19. November 2016.

Veranstaltungen des OÖ. Landesarchivs

Familienforschung - Grundlagen inkl. Workshop

Schon immer interessierten sich Menschen für ihre Herkunft. In unserer globalisierten und vernetzten Welt hat die Suche nach den individuellen Wurzeln noch mehr Bedeutung bekommen: Familien- oder Ahnenforschung liegt im Trend. Das Landesarchiv erleichtert Ihnen mit dieser Veranstaltung den Einstieg in die Suche nach Ihren Vorfahren. Sie erhalten einen Überblick über die vielfältigen Quellen, die Ihnen für Familienforschung im Landesarchiv zur Verfügung stehen. Ein praxisnaher Workshop zeigt Ihnen dann, wie Sie die neu gewonnenen Kenntnisse gleich anwenden können.

Kosten: 60 Euro (Senioren 50 Euro, Personen unter 26 Jahren 30 Euro)

Termine:

3. März 2017, 9 bis 17 Uhr (Vormittag im Veranstaltungssaal, Nachmittag im Lesesaal)

3. November 2017, 9 bis 17 Uhr (Vormittag im Veranstaltungssaal, Nachmittag im Lesesaal)

Anmeldung online unter

 

Hausforschung - Grundlagen inkl. Workshop

Gebäude sind steinerne Zeugen der Geschichte, meist eng verbunden mit den Schicksalen ihrer Eigentümer und Bewohner. Immer mehr Menschen wollen deshalb ein altes Haus nicht nur bewohnen oder besitzen, sie wollen auch mehr über ihre Vorgänger/innen und die Geschichte des Hauses erfahren.

Im Landesarchiv finden Sie dazu viele wichtigen Unterlagen aus mehreren Jahrhunderten. Wie Sie Ihre Nachforschungen beginnen, wie Sie weiter vorgehen und worauf Sie besonders achten müssen, erfahren Sie von unseren Fachleuten in Theorie und Praxis.

Kosten: 60 Euro (Senioren 50 Euro, Personen unter 26 Jahren 30 Euro)

Termine:

10. März 2017, 9 bis 17 Uhr (Vormittag im Veranstaltungssaal, Nachmittag im Lesesaal)

10. November 2017, 9 bis 17 Uhr (Vormittag im Veranstaltungssaal, Nachmittag im Lesesaal)

Anmeldung online unter http://www.landesarchiv-ooe.at/xchg/SID-222ED066-8405AF8D/hs.xsl/2659_DEU_HTML.htm

 

Kurrentlesekurs für Anfänger

Kosten: 60 Euro (Senioren 50 Euro, Personen bis 26 Jahre 30 Euro)

Termine:

24. März 2017, 9 bis 17 Uhr (im Veranstaltungssaal)

17. November 2017, 9 bis 17 Uhr (im Veranstaltungssaal)

Anmeldung online unter  http://www.landesarchiv-ooe.at/xchg/SID-222ED066-8405AF8D/hs.xsl/2629_DEU_HTML.htm

 

Kurrentlesekurs für Fortgeschrittene

Kosten: 60 Euro (Senioren 50 Euro, Personen bis 26 Jahre 30 Euro)

Termin: 24. November 2017, 9 bis 17 Uhr (im Veranstaltungssaal)

Anmeldung online unter http://www.landesarchiv-ooe.at/xchg/SID-222ED066-8405AF8D/hs.xsl/2776_DEU_HTML.htm

ARCHIV: Sobibór – Erinnerung verjährt nicht

Sonderausstellung im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

Sobibór war eines von drei Vernichtungslagern der “Aktion Reinhardt”. Über 1,5 Millionen Menschen, vor allem Juden aus Polen, den Niederlanden, Deutschland und anderen Staaten, wurden in den Jahren 1942 und 1943 in den drei Lagern Sobibór, Bełzec und Treblinka ermordet. Eine maßgebliche Rolle bei der Konzeption, beim Aufbau und Betrieb der Mordstätten spielte das Personal der im August 1941 eingestellten “Aktion T4”. Auch zahlreiche Männer, die zuvor in Hartheim an den Morden beteiligt waren, fanden im Rahmen der “Aktion Reinhardt” eine neue Betätigung: So fungierte beispielsweise Franz Stangl, Büroleiter der Tötungsanstalt
Hartheim, als Kommandant von Sobibór und später von Treblinka, Franz Reichleitner, sein Stellvertreter in Hartheim, folgte ihm als Kommandant von Sobibór nach. Am 14. Oktober 1943 organisierten die Häftlinge einen Aufstand, mehrere hundert konnten flüchten. Nach der Ermordung der Verbliebenen wurde der Vernichtungsbetrieb eingestellt und das Lager dem Erdboden gleichgemacht. Zur Tarnung errichtete man einen Bauernhof und forstete das Gelände auf. Bis zu 250.000 Menschen hatten in Sobibór den Tod gefunden, nur 50 erlebten das Kriegsende. Im Gegensatz zu Auschwitz hinterließ die “Aktion Reinhardt” keine Baracken, keine Berge von Brillen, Schuhen oder Menschenhaar, keine sichtbaren Überreste von Vernichtungseinrichtungen. Neben den Berichten der wenigen Überlebenden sind daher die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen auf dem Lagergelände aus den Jahren 2000 bis 2015 von besonderer Bedeutung. Zehntausende Artefakte, darunter auch Habseligkeiten der Ermordeten, konnten gefunden bzw. geborgen werden. Die Ausstellung, die in Hartheim erstmalig im deutschen Sprachraum zu sehen sein wird, will die Erkenntnisse und die Funde der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die Ausstellung wird am 28. November 2016 um 19:00 im Saal des Schlosses Hartheim unter Anwesenheit des Botschafters der Niederlande Marco Hennis und des Botschafters der Republik Polen Artur Lorkowski eröffnet. Der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung “Polnisch-Deutsche Aussöhnung” Dariusz Pawłos, der Kurator der Ausstellung Marek Bem und der Vertreter der niederländischen Provinz Gelderland Doede Sijtsma werden ebenfalls an der Eröffnung teilnehmen.

Die Sonderausstellung ist von 29. November 2016 bis 31. März 2017 im Saal des Schlosses Hartheim (2. OG) zu den regulären Öffnungszeiten des Lern- und Gedenkorts zu sehen (Mo & Fr 9:00-15:00, Di-Do 9:00-16:00, So & Feiertage 10:00-17:00).

ARCHIV: Denkmal Leipzig 2016

Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung

10. bis 12. November 2016 in Leipzig

Seit ihrer Premiere 1994 ist die denkmal der internationale Branchentreff für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Vom 10. bis 12. November 2016 ist die europäische Leitmesse unter der Schirmherrschaft der UNESCO bereits zum zwölften Mal die branchenübergreifende Plattform. Markenzeichen der denkmal sind der ausgeprägte fachliche Charakter, die enorme Themenvielfalt sowie die Bandbreite der Ausstellerpräsentationen mit praktischen Vorführungen, „Lebenden Werkstätten“ und das komplexe Fachprogramm.

Alle Unternehmen und Institutionen, die mit einem Stand auf der denkmal 2016 vertreten sind, finden Sie im Online-Ausstellerverzeichnis unter www.denkmal-leipzig.de/Aussteller/Profil/Ausstellerverzeichnis/.
Einen vollständigen Überblick über das komplexe und international aufgestellte Fachprogramm bietet Ihnen die Fachprogrammdatenbank unter www.denkmal-leipzig.de/veranstaltungsprogramm.

Beim Online-Ticketshop unter www.denkmal-leipzig.de/Besucher/Tickets/Ticketshop/ ist das Online-Ticket ist um 3,00 Euro günstiger!

LOGO DENKMAL 2016

 

Franz Xaver Süßmayr (1766–1803)

Wissenschaftliche Tagung zum Jubiläumsjahr 2016

18. bis 19. November 2016, Stift Kremsmünster

Der Geburtstag des in Schwanenstadt geborenen und im Stift Kremsmünster ausgebildeten Komponisten jährt sich heuer zum 250. Mal. Süßmayr ist heute vor allem als Assistent Mozarts und Vollender von dessen Requiem bekannt. Seine eigenen kompositorischen Leistungen sind jedoch weitgehend vergessen. Im
Rahmen dieser Tagung werden Biographie und Werk Süßmayrs aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Ziel soll es sein, ein breiteres Publikum auf die Qualität von Süßmayrs Oeuvre aufmerksam zu machen. Im Rahmen eines Konzertes erklingen kammermusikalische Raritäten des Schwanenstädters.
Gesprächskonzert mit Paul Angerer am 18.11.2016, Probensaal des Stifts-Chores, Stift Kremsmünster, 19.00 Uhr: Kammermusikalische Raritäten mit Werken von Franz Xaver Süßmayr (1766–1803)

Veranstaltet von Freunden Süßmayrs in Zusammenarbeit mit dem Anton Bruckner Institut Linz.

Masterstudiengang: "Schutz europäischer Kulturgüter"

Der berufsbegleitende Masterstudiengang an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) bietet zunächst einen Überblick über die Arbeitsfelder und Methoden der Erfassung, Erforschung, Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes. Durch die Beteiligung von mehreren Experten aus dem europäischen Ausland sind hierbei verschiedene nationale Perspektiven vertreten. Parallel dazu werden die juristischen Grundlagen des Denkmal- und des Kulturgüterschutzes studiert. Schließlich kommt auch dem Projektmanagement, dem Kulturmarketing und dem Fundraising eine besondere Bedeutung zu, weil sie für die Kulturfinanzierung und für die Strukturierung der Arbeitsabläufe immer wichtiger werden. In Kooperation mit dem Centre for Entrepreneurship der Viadrina Seminare werden zum Thema Existenzgründung angeboten.

Deadline für eine Bewerbung für das Wintersemester 2016/2017 ist der 31. Juli 2016. Nähere Informationen unter www.denkmalpflege-viadrina.de.

ARCHIV: 130 Jahre Schloß Cumberland

Geschichte - Menschen - Schicksale.

Die Geschichte der Welfen – des Schlosses – der Herzöge von Cumberland in Gmunden
Fr, 14. Oktober 2016, 15 Uhr bis ca. 18 Uhr

Im September 1886 wurde das von Ernst August, Kronprinz von Hannover, Herzog von Cumberland, in Gmunden erbaute Schloss feierlich eröffnet. Schloss Cumberland feiert somit in diesem Jahr seinen 130.
Geburtstag. Wir wollen dies zum Anlass nehmen, aus verschiedenen Blickwinkeln die Geschichte und das Schicksal des Schlosses und seiner Errichter näher zu betrachten. Historiker und Experten werden das Thema
höchst interessant aufbereiten. Ein Muss für jeden Gmundner sowie für Geschichtsinteressierte. Heinrich Prinz von Hannover, ein Ur-Enkel des Erbauers wird beim Symposium anwesend sein und aus der Familiengeschichte plaudern. Eine Besichtigung der historischen Räumlichkeiten des Schlosses sowie eine kleine Ausstellung, zum Teil mit noch nie in Oberösterreich gezeigten und aus dem Familienbesitz der Erbauer stammenden Objekten, runden die Festveranstaltung ab.

Veranstaltungsort: Festsaal des Schlosses Cumberland, Cumberlandstraße 36, 4810 Gmunden

Eintritt zum Symposium, Ausstellung und Besichtigung der historischen Räumlichkeiten:
Vorverkauf 10,- Euro; am Veranstaltungstag 12,- Euro (nähere Info, Kartenvorverkauf und Bestellungen: LPBZ Schloss Cumberland 0043 7612 64575-0; Buchhandlung KO(ch)LIBRI, Gmunden 07612 66876; Bürgerservice der Stadt Gmunden, am Graben)

Veranstalter: Landespflege- und Betreuungszentrum Schloss Cumberland (Salzkammergut)

Veranstaltungsort: Festsaal des Schlosses Cumberland, Gmunden

ARCHIV: Tagung: Netzwerk Denkmale in der Kulturlandschaft

Tagung des Bundesdenkmalamtes
12.-15. September 2016
Lienz / Osttirol

Denkmale prägen Raum und brauchen Raum. In der historischen Kulturlandschaft bilden sie die Knotenpunkte eines dreidimensionalen Beziehungsgeflechts. Die dokumentarischen Hinterlassenschaften der historischen Lebenswelten schließen sich dort mit dem Naturraum zum Phänomen der Kulturlandschaft zusammen. Eine solche historische Kulturlandschaft besitzt größtmögliche identitätsstiftende Kraft, weil sie die Vorstellungen vom Ursprünglichen nicht nur in der Natur, sondern gleichzeitig auch in der Geschichte spiegeln kann. So wertvoll diese Beziehungen für eine Gesellschaft sein mögen, so schwierig ist der Schutz dieser Werte. Diesem Thema möchte sich die Tagung widmen.

Denkmalschutz alleine vermag bäuerliche, technische, sakrale oder sonstige Kulturlandschaftselemente in Dörfern und Weilern, auf Almen oder im Hochgebirge zu schützen. Dies gilt der Substanz des Objekts und seinem Erscheinungsbild, nicht aber seiner räumlichen Wirkung, die durch immer rasanter werdende Veränderungen in der Umgebung verloren geht. Historische Funktions- und Lebenszusammenhänge des Denkmals sind dann nicht mehr nachvollziehbar. Denkmalschutz vermag in Österreich keinen Schirm rund um seine Objekte aufzuspannen und somit kann er in der Kulturlandschaft nur Punkte oder Linien markieren. Wie könnte eine gemeinsame Perspektive für die Denkmale und „ihre“ Landschaft aussehen? Wie könnte ein Wertekompass funktionieren, der das gemeinsame baulich-landschaftliche Erbe im Alpenraum und in anderen Kulturlandschaften umfassen kann? Welche Konsequenzen könnte die gemeinsame Inwertsetzung für die heutigen Schutzmechanismen haben? Können Verschneidungen von Lenkungsmechanismen, Zusammenwirkungen von Steuerungsinstrumenten, neue wirtschaftliche Perspektiven einschließlich traditioneller Werktechniken etc. einen neuen kulturellen Umweltschutz ergeben? Im Fokus stehen also Handlungsperspektiven, in denen die Interessen zu einer Zukunftsperspektive für die historische Kulturlandschaft gebündelt werden.

Ziel ist es, im ländlichen Raum spezifische Bereiche zu detektieren, zu schützen und zu fördern, welche kulturlandschaftliche Aspekte besitzen und diese unter gewissen Voraussetzungen beziehungsweise Rahmenbedingungen auch bewahren können. Dazu zählen Weiler (mitunter auch Einzelgehöfte), Almen, Schutzhütten, Bergwerke, historische Frontbauten, alpine Wege und Straßen, archäologische Parks etc. Kulturlandschaft bedeutet Naherholung, stiftet Identität und ist neben der sporttouristischen Ausrichtung künftighin die wichtigste touristische Ressource im alpinen Raum. Kulturlandschaft betrifft gleichermaßen Bauwerke/Baudenkmale ebenso wie Landschaft/Kulturlandschaft, was nach einem gemeinsamen Vorgehen von Bund, Land und Gemeinden verlangt (Raumordnung, Kulturgutschutz etc.). Baudenkmale ohne ein angemessenes Umfeld sind wie Landschaft ohne Baudenkmale. Aufgrund der komplexen Herausforderungen stellt sich die Frage nach dem Beitrag der Denkmalpflege. Dieser ist einmal im Einzel- und Ensembleschutz besonderer Objekte und Anlagen zu suchen, im Abgleich diverser Standards und Richtlinien bei Instandsetzungen (z.B. Standards der Baudenkmalpflege des BDA), in der Betreuungskompetenz bei Instandsetzungen oder in der Mitwirkung bei der Inventarisation und in Gremien.

 

Anmeldung bis 30. Juni (Anmeldeformular unter diesem Link).

ARCHIV: Colloquium Lauriacum 2016

Do, 22. bis Sa, 24. September 2016

Das römische Heer – Wirtschaftsfaktor und Kulturträger

Einladung & Call for Papers
Tagungsort: Enns, Museum Lauriacum
Veranstalter: Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich/Museum Lauriacum/Oberösterreichisches Landesmuseum/Salzburg Museum/Universität Salzburg, FB Altertumswissenschaften

Nach Lentia/Linz (Bäder), Iuvavum/Salzburg (Umland) und Bedaium/Seebruck (vici/Verkehrsinfrastruktur) führt uns das vierte Colloquium dieser Serie zur provinzialrömischen Forschung in den Legionsstandort Lauriacum/Enns. Im Jahr 2018 widmet sich eine Oberösterreichische Landesausstellung dem Thema „Der Donaulimes in Oberösterreich“ (Arbeitstitel), der Hauptort wird auf Grund der übergeordneten Bedeutung selbstverständlich Enns sein. Ein besonderer Fokus der neuen Präsentation im Museum Lauriacum wird auf der hier ab Ende des 2. Jahrhunderts stationierten legio II Italica liegen. Der Zuzug von 5-6000 Soldaten und unzähligen weiteren, ganz unterschiedlich motivierten Menschen brachte einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, nicht nur für die Siedlung, sondern für die gesamte Region mit sich. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Colloquium Lauriacum dem Thema „Das römische Heer – Wirtschaftsfaktor und Kulturträger“. Neben Vorträgen zu neuen Forschungen zu Lauriacum/Enns selbst und zu wissenschaftlich fassbaren oder auch nur theoretisch erschließbaren Interaktionen mit dem Hinterland sind besonders Vorträge erwünscht, die vergleichbare Phänomene in anderen wichtigen Militärstützpunkten des Imperium Romanum abbilden. Eine weitere Session der Tagung soll Beiträgen und Diskussionen zu transnationalen und interdisziplinären Forschungsstrategien für den Donaulimes (mit Schwerpunkt Bayern und Österreich) gewidmet sein.
Konzeptpapiere bitte bis Mi, 1. Juli 2016 einreichen:
Zusammenfassungen für Referate: 200 bis 400 Wörter (Zusammenfassungen für Poster: bis 250 Wörter)
Die definitive Auswahl der Referate erfolgt durch das wissenschaftliche Komitee der Tagung. Die Beiträge werden in einem Tagungsband publiziert.

Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager

Buchpräsentation

15. Mai 2016, 12:00 Uhr

Im Rahmen der Internationalen Befreiungsfeier im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen wird das neu erschienene "Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen" in Anwesenheit von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und dem Bundesminister für Inneres Mag. Wolfgang Sobotka präsentiert.

Ort: KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen

Anmeldung zur Teilnahme an der Buchpräsentation unter Tel.: +43 (1) 53126-2782 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen unter: http://www.mauthausen-memorial.org/de/Teilnehmen/Veranstaltungen/Praesentation-des-Gedenkbuchs-fuer-die-Toten-des-KZ-Mauthausen-und-seiner-Aussenlager

ARCHIV: Buchpräsentation: "Architektur in Wels. 1900-2015"

Di, 28. Juni, 19:00 Uhr

Der Welser Architekturführer von Stefan Groh, Gregor Graf und Lorenz Potocnik erzählt in 112 Objekten Welser Baugeschichte, er zeigt Besonderheiten der Stadt auf und richtet die Aufmerksamkeit auf Gebäude, die erst beim zweiten Blick ihre Qualitäten offenbaren. Neben den wesentlichsten Bauwerken beinhaltet der Architekturführer zusätzlich kurze Essays zu städtebaulichen Aspekten, in denen lokalen Eigenheiten und insgesamt dem Welser Stadtgefühl nachgespürt wird. Sämtliche Bauten wurden dafür vom Künstler Gregor Graf neu fotografiert.

Ort: Villa Muthesius, Pollheimerstraße 4, 4600 Wels

Link zum Buch-Projekt:
http://www.linzukunft.at/buch-architektur-wels-1900-2015/

ARCHIV: "Langsam ist es besser geworden..."

Vertriebene aus der Tschechoslowakei erzählen vom Wegmüssen, Ankommen und Dableiben.

Sa, 28. Mai bis So, 3. Juli 2016

Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Schlossmuseum Freistadt, dem Niederösterreichischen Landesarchiv und dem Zentrum für Migrationsforschung

Gesindehaus des Schlossmuseums Freistadt (www.museum-freistadt.at) / Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr, Sa, So, Feiertag 14 bis 17 Uhr

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Erinnerungen von rund dreißig Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die 1945 die Vertreibung aus der Tschechoslowakei als Kinder erlebten, und deren Familien später in Österreich Fuß fassen konnten. 70 Jahre danach erinnern sie sich. Erzählen vom Ankommen, dem Bitten und Betteln um Essen, von der Suche nach einem Dach über dem Kopf. Vom langsamen, schmerzhaften Hineinfinden in ein neues Leben und von Hilfe und Ablehnung in einem Land, das für viele nie ganz Heimat wurde.

ARCHIV: Symposion „Ungewisse Wege. Flucht, Vertreibung und Genozid zur Zeit des Ersten Weltkriegs“

Mo, 4. Juli 2016 bis Mi, 6. Juli 2016

In Vorträgen wird die Situation an den östlichen und südöstlichen Frontlinien, von Galizien bis zum Balkan, in der Türkei, in Armenien und in Syrien analysiert. Dort wurden in einem bis dahin noch nicht gekanntem Ausmaß Menschen vertrieben, deportiert und ermordet. Auch im Hinterland der Habsburgermonarchie hielt man hunderttausende Menschen als Gefangene, Deportierte oder Flüchtlinge in Massenlagern fest. Weiters greift ein für alle Teilnehmenden offener Workshop Themen zu Krieg, Flucht und Vertreibung auf und erarbeitet Anregungen für die Vermittlung in Schulprojekten, in Ausstellungen, Heimatbüchern und in der Öffentlichkeitsarbeit. Ein Abendempfang und eine Exkursion zum ehemaligen Kriegsgefangenenlager Purgstall an der Erlauf runden das Programm ab.

Ort: 3300 Amstetten, Rathaussaal, Rathausstraße 1

Veranstalter: NÖ Institut für Landeskunde in Kooperation mit dem Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung und dem Zentrum für Migrationsforschung

Kosten: € 20,00

Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Weitere Informationen unter http://www.noe.gv.at/Bildung/Landeskundliche-Forschung.html

ARCHIV: Tag der OÖ. Regional- und Heimatforschung

Sa, 11. Juni 2016, 9:30 Uhr

Die kommenden Oberösterreichischen Landesausstellungen in Enns und am Mondsee und Attersee haben archäologische Themen zum Inhalt. Archäologie wird in den nächsten Jahren also sehr präsent sein. Wie weit hier Heimatforschung bereits eine Rolle spielt und darüber hinaus noch spielen kann, werden die diesjährigen Referentinnen und Referenten des Tages der OÖ. Regional- und Heimatforschung präsentieren. Dabei wird auch die Verbindung von Heimatforschung und Museumsarbeit herausgestrichen. Die Tagung wurde in Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft für Regional- und Heimatforschung Oberösterreich mit der Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich konzipiert. Die Rubrik Heimatforschung aktuell informiert im Rahmen der Tagung über laufende Projekte aus dem Bereich der Regional- und Heimatforschung. Eine Führung durch die Oberösterreichische Landesausstellung bzw. den Ausstellungsteil im Benediktinerstift Lambach zum Thema Mensch & Pferd. Kultur und Leidenschaft rundet das Tagungsprogramm ab.

Ort: Bad Wimsbach-Neydharting, Pfarrheim
Anmeldung: bis Montag, 6. Juni 2016 unter http://www.ooegeschichte.at/forschung/regional-und-heimatforschung-ooe/heimatforschertagung.html

ARCHIV: Besuchertag Grabung Wels

Freitag, 29. April 2016, von 9-17 Uhr

Das Stadtmuseum Wels veranstaltet am 29.4. einen Besuchertag auf der Grabung, Sportplatz Rainerschule, 4600 Wels, Rainerstraße 5. Es ist dies die letzte Möglichkeit, sich einen Überblick über die bisher gefundenen Überreste einer römerzeitlichen Stadtvilla zu verschaffen. Die an der Grabung beteiligten Archäologinnen und Archäologen werden an diesem Tag Führungen halten und für Erklärungen zur Verfügung stehen. Darüberhinaus gibt es "grabungsfrische" Kleinfunde zu sehen, im Stadtmuseum Wels sind bereits jetzt einige Fundstücke der Grabung ausgestellt.

ARCHIV: Ovilava und die Liebe

Günther E. Thüry stellt sein neues Buch „Liebe in den Zeiten der Römer“ vor.

Freitag, 12. Februar 2016, 19.00 Uhr

Stadtmuseum Wels-Minoriten

Schon seit Jahren beschäftigt sich der Archäologe Günther E. Thüry mit den archäologischen Fundstücken, die Hinweise auf das Thema Liebe in der Römerzeit liefern, darunter auch bedeutende Objekte aus dem Stadtmuseum Wels, die an diesem Abend zu sehen sind. Zahlreiche bildliche Zeugnisse und Inschriften zeigen den unbefangenen Umgang mit Liebe und Sexualität. Der Autor beschäftigt sich vor allem mit den römischen Provinzen und zeigt an zahlreichen Objekten und schriftlichen Hinterlassenschaften das Verhältnis der Römer zu Körper, Nacktheit, Geschlecht, Liebe und sexuellen Beziehungen. Kurios, amourös und mitunter auch hilfreich mögen Verfahren der Liebeswerbung in der römischen Antike wirken, wie der Autor zum derzeitigen Wissenstand beitragen kann. Dieses mit zahlreichen Abbildungen versehene Buch bietet einen nie dagewesenen, umfassenden Überblick über die römische Auffassung von Sexualität und Erotik, Liebe und Leidenschaft ohne die Liebesmagie als solche zu entzaubern.

Der Eintritt ist frei!

Informationen zu dieser Veranstaltung:

Stadt Wels, Dst. Stadtmuseen, Minoritengasse 5, T:07242-235-7350, www.wels.at