Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege

Oberösterreich

Neuerscheinung: Jahrbuch Jg. 161/2016

Der soeben erschienene 161. Band unseres Jahrbuches beinhaltet cover jahrbuch 161 HPauf über 500 Seiten eine Zusammenstellung aktueller Forschungsergebnisse aus Landeskunde und Denkmalpflege. Die Bandbreite reicht von der metallurgischen Untersuchung archäologischer Funde über kunsthistorische Untersuchungen an außergewöhnlichen Tischen der frühen Neuzeit bis hin zu historischen Betrachtungen von Handels- und Familienbeziehungen. Leider müssen wir, wie die Wahl des Titelbilds mit einem mittlerweile abgerissenen Hof deutlich macht, auch von gefährdeten Denkmalen berichten, was die Bedeutung von deren Dokumentation noch unterstreicht. Die Mitglieder der Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege haben das Jahrbuch bereits per Post erhalten, weitere Exemplare können zum Preis von € 24.- (zzgl. Versandkosten) im Büro der GLD bezogen bzw. bestellt werden.

Neues Team im Sensenschmiedeverein!

Weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Neustart in Micheldorf

In der Jahreshauptversammlung des "Vereins zur Pflege und Erhaltung der Kulturgüter der Sensenschmiede", der für den Betrieb des Sensenschmiedemuseums Micheldorf verantwortlich ist, wurde Martin Osen aus Micheldorf - ein Nachfahre Caspar Zeitlingers - einstimmig zum Obmann gewählt. Mit ihm hat sich ein neues Team der Wahl gestellt, das ihn tatkräftig bei seiner Arbeit unterstützen wird.

Einen Beitrag in der Bezirksrundschau (mit Foto) finden Sie hier.

Sondernummer des Mitteilungsblatts mit Firmenliste

MB3 16 Cover

 

Soeben ist Heft 3/2016 unseres Mitteilungsblattes erschienen. Neben zahlreichen aktuellen Berichten zur Denkmalpflege in Oberösterreich enthält dieses Sonderheft auch wieder unsere Firmenliste. Damit möchten wir all jene Mitglieder unterstützen, die sich um die Erhaltung eines Baudenkmals bemühen. Im Heft und auch online auf dieser Homepage finden Sie eine Liste von Betrieben, die unseren hohen Ansprüchen im Umgang mit historischen Bauwerken entsprechen.

Die Mitglieder der GLD haben das Heft bereits per Post erhalten, eine digitale Version können Sie hier ansehen/downloaden. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre!

Geschichtsaufarbeitung mit der Abrissbirne?

Dr. Georg Spiegelfeld-Schneeburg, Präsident der Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege Oberösterreich (GLD) zum geplanten Abriss des Hitler-Geburtshauses in Braunau

Der geplante Abriss des Geburtshauses von Adolf Hitler macht einmal mehr den problematischen Umgang des offiziellen Österreich mit seiner Vergangenheit deutlich: Anstatt historische Verbrechen umfassend aufzuarbeiten, soll mit der Abrissbirne „vertuscht“ werden. Mit der Beugung des Denkmalschutzes und der Beseitigung dieses bauhistorischen Denkmals möchte man unangenehme Erinnerungen auslöschen. Dieses Prinzip, die baulichen Zeugnisse unbequemer Vorfahren einfach zu beseitigen, wurde in der Vergangenheit immer wieder bemüht – nicht zuletzt von Hitler selbst. Die Zerstörung des kulturellen Erbes einer ganzen Region durch den so genannten „Islamischen Staat“ muss hier als jüngstes und besonders drastisches Beispiel eines solchen Umgangs mit der Vergangenheit genannt werden.

Ungeklärt bleibt außerdem, was auf den Abriss folgen soll: Ein Neubau an diesem Ort würde das historische Straßenensemble zunichte machen. Den Standort als Park zu gestalten, würde erst recht fragwürdige Pilger anlocken. „Ewiggestrige werden auch in einer Baulücke ihr Andenken pflegen können“, so Dr. Georg Spiegelfeld-Schneeburg, Präsident der GLD. Eine Nutzung des Hauses als mahnendes Museum oder als soziale Einrichtung würde wohl jene Unbelehrbare, die Hitlers Andenken immer noch pflegen, am meisten schmerzen.

Der römische Wachturm von Kobling „Roßgraben“

In unserer Serie "Denk-Mal" stellen wir diesmal ein unwiederbringlich zerstörtes Kulturdenkmal vor:

Im Jahr 1838 wurden in Kobling (Haibach ob der Donau) die Reste eines römischen Wachturms freigelegt. Die zahllosen Baumaßnahmen in der Nachkriegszeit machten auch vor diesem Kulturdenkmal nicht halt. 1962 wurden die Überreste des burgus bei Baggerarbeiten weggeschoben. Leider ist es auch heute bei einigen Bauunternehmen Usus, dass archäologische Befunde/Funde nicht gemeldet, sondern einfach beseitigt werden. Wichtige Zeugen vergangener Kulturen und Wissen um unsere eigene Geschichte gehen somit unwiederbringlich verloren.

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